Personalbeschaffung: Ablauf in 7 Phasen, Arten und Wege
Personalbeschaffung umfasst alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen offene Stellen mit passenden Mitarbeitern besetzt: von der Ermittlung des Bedarfs über die Suche im eigenen Betrieb oder am Arbeitsmarkt bis zu Vertrag und Einarbeitung. Ziel ist, die richtige Person mit der richtigen Qualifikation zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben, und das zu vertretbaren Kosten.
Lexika erklären den Begriff, helfen aber wenig, wenn am Montag dein Vorarbeiter kündigt. Dieser Leitfaden zeigt Betrieben ohne große Personalabteilung den Ablauf in sieben Phasen, die Wege mit ihren Kosten und die häufigsten Fehler.
Kurz gesagt: Personalbeschaffung deckt einen Personalbedarf, intern aus den eigenen Reihen oder extern über den Arbeitsmarkt, jeweils aktiv (du gehst auf Kandidaten zu) oder passiv (du wartest auf Bewerbungen). Der Ablauf hat sieben Phasen: Bedarf, Anforderungsprofil, Wege, Ausschreibung bzw. Ansprache, Vorauswahl, Auswahl, Vertrag und Onboarding. In KMU entscheidet sich der Erfolg meist an zwei Stellen: ob der gewählte Weg auch Menschen erreicht, die gerade nicht suchen, und wie schnell die Vorauswahl passiert.
Was bedeutet Personalbeschaffung?
Personalbeschaffung ist ein Teil der Personalwirtschaft. Sie setzt dort an, wo die Personalplanung eine Lücke festgestellt hat, und endet, wenn die neue Person eingearbeitet ist. Im Alltag werden Personalbeschaffung, Personalgewinnung, Mitarbeitergewinnung und Recruiting oft gleichbedeutend verwendet. Der feine Unterschied: Personalbeschaffung ist der Oberbegriff und schließt die Besetzung aus den eigenen Reihen ein, während Mitarbeitergewinnung und Recruiting meist die Suche nach neuen Leuten von außen meinen.
Zwei Nachbarbegriffe: Personalmarketing sorgt dafür, dass dich Bewerber kennen und als Arbeitgeber attraktiv finden. Talent Acquisition ist die strategische Variante, die Kontakte zu Kandidaten auch ohne offene Stelle aufbaut. Personalbeschaffung ist der operative Kern: eine konkrete Stelle, eine Besetzung.
Das Ziel lässt sich in vier Dimensionen fassen:
- Quantitativ: genug Leute, damit Aufträge, Schichten und Termine abgedeckt sind.
- Qualitativ: die Fähigkeiten, die die Stelle wirklich braucht, nicht die längste Wunschliste.
- Zeitlich: besetzt, bevor die Lücke teuer wird, also mit Vorlauf für Kündigungsfristen.
- Örtlich: Menschen, die den Weg zu deinem Standort auch auf Dauer gern machen.
Dazu kommt die wirtschaftliche Dimension: Eine Besetzung, die doppelt so lange dauert oder ein Vielfaches kostet, ist formal ein Erfolg, aber kein gutes Ergebnis.
Ablauf der Personalbeschaffung: die 7 Phasen
Der Prozess der Personalbeschaffung läuft in sieben Phasen ab. Die Reihenfolge ist logisch, nicht bürokratisch: Wer eine Phase überspringt, zahlt meist in einer späteren drauf. Die Übersicht:
| Phase | Leitfrage | Typischer Fehler in KMU |
|---|---|---|
| 1. Bedarf ermitteln | Warum ist die Stelle offen, und ab wann muss sie besetzt sein? | Erst suchen, wenn es schon brennt |
| 2. Anforderungsprofil | Was muss die Person wirklich können, was ist nur schön? | Wunschliste statt weniger echter Muss-Kriterien |
| 3. Wege wählen | Intern oder extern, aktiv oder passiv? | Immer derselbe Kanal, egal für welche Stelle |
| 4. Ausschreibung bzw. Ansprache | Warum sollte jemand zu dir wechseln? | Aufgabenliste ohne Grund zum Wechseln |
| 5. Vorauswahl | Wer erfüllt die Muss-Kriterien und ist ernsthaft interessiert? | Bewerbungen bleiben tagelang liegen |
| 6. Auswahl | Wer passt fachlich und ins Team? | Bauchgefühl ohne vergleichbare Fragen |
| 7. Vertrag & Onboarding | Wie kommt die Person gut an, und wie bleibt sie? | Am ersten Tag ist niemand vorbereitet |
1. Personalbedarf ermitteln
Am Anfang steht die Frage, warum die Stelle offen ist: Ersatz für einen Abgang, Wachstum, eine neue Aufgabe oder ein absehbarer Pensionsantritt. Davon hängt ab, wie dringend es ist und ob die Stelle in derselben Form überhaupt nachbesetzt werden soll. Plane realistisch: Gute Kandidaten sind meist in ungekündigter Stellung und starten erst nach ihrer Kündigungsfrist.
2. Anforderungsprofil erstellen
Das Anforderungsprofil beschreibt Aufgaben, Muss-Kriterien und Rahmenbedingungen: Gehaltsrahmen, Arbeitszeit, Standort, Starttermin. Trenne streng zwischen dem, was jemand am ersten Tag mitbringen muss, und dem, was man lernen kann. Jedes unnötige Muss-Kriterium verkleinert den Kandidatenkreis, ohne die Besetzung besser zu machen. Genauso wichtig und oft vergessen: Warum sollte jemand, der gerade einen Job hat, zu dir wechseln? Dieser Aufhänger ist der Rohstoff für jede Anzeige.
3. Beschaffungswege wählen
Jetzt fällt die Grundsatzentscheidung: intern oder extern, aktiv oder passiv. Die Faustregel: Der Weg richtet sich nach der Stelle, nicht nach der Gewohnheit. Für eine seltene Führungskraft passt ein anderer Kanal als für drei Monteure.
4. Stellenausschreibung oder Direktansprache
Bei passiven Wegen schreibst du ein Stelleninserat, bei aktiven sprichst du Kandidaten direkt an oder spielst die Stelle gezielt aus. In beiden Fällen gilt: Die Botschaft muss in wenigen Sekunden zeigen, was die Stelle besser macht als die jetzige. Wie das im Text gelingt, steht im Leitfaden Stellenanzeige schreiben. Und mach das Bewerben leicht: mobil, ohne Anschreiben, in wenigen Minuten. Jede zusätzliche Hürde kostet Bewerbungen, vor allem von Menschen, die gerade nicht suchen.
5. Vorauswahl
In der Vorauswahl prüfst du, wer die Muss-Kriterien erfüllt und ernsthaft interessiert ist. Am wirksamsten ist ein kurzes Telefonat statt reiner Aktensichtung: Eignung, Motivation, Verfügbarkeit, Gehaltsvorstellung. Entscheidend ist das Tempo. Ein bis zwei Werktage bis zum ersten Kontakt sind ein guter Maßstab.
6. Auswahl
Mit den Vorausgewählten führst du Vorstellungsgespräche, im Handwerk, in der Pflege oder in der Gastronomie gern ergänzt um einen Probetag. Stell allen dieselben Kernfragen, dann vergleichst du Antworten statt Sympathie. Referenzen und ein ehrliches Bild der Stelle, inklusive der unbequemen Seiten, schützen beide Seiten vor einer Fehlbesetzung. Wie Bewerber das erleben, entscheidet mit, ob sie zusagen (mehr unter Candidate Experience).
7. Vertrag und Onboarding
Nach der Zusage folgen Angebot, Vertrag und die oft unterschätzte Zeit bis zum Start. Bleib während der Kündigungsfrist in Kontakt, sonst steigt das Risiko, dass ein Gegenangebot des alten Arbeitgebers zieht. Ab dem ersten Tag braucht es einen Einarbeitungsplan, eine feste Ansprechperson und funktionierende Arbeitsmittel. Wer in der Probezeit wieder geht, schickt dich zurück an den Anfang von Phase 1.
Welche Arten von Personalbeschaffung gibt es?
Man unterscheidet zwei Achsen: woher die Kandidaten kommen (intern oder extern) und wer den ersten Schritt macht (aktiv oder passiv). Daraus ergeben sich vier Felder:
| Art | Passiv: du wartest auf Bewerbungen | Aktiv: du gehst auf Kandidaten zu |
|---|---|---|
| Intern | Innerbetriebliche Ausschreibung am Aushang oder im Intranet | Mitarbeiter gezielt für Beförderung, Versetzung oder Weiterbildung ansprechen |
| Extern | Stelleninserat auf Portalen und der Karriereseite, Meldung beim AMS bzw. bei der Arbeitsagentur | Direktansprache, Social Recruiting, Messen, Personalberater |
Interne Personalbeschaffung
Intern besetzt du eine Stelle mit Menschen, die schon bei dir arbeiten: durch Versetzung, Beförderung, Weiterbildung oder die Übernahme eigener Lehrlinge. Das ist schnell, günstig und risikoarm, weil du die Person kennst. Der Haken: Es kommt kein zusätzlicher Kopf dazu, die Lücke wandert nur an eine andere Stelle. Methoden, Vor- und Nachteile im Detail: Interne Personalbeschaffung.
Externe Personalbeschaffung
Extern holst du neue Leute vom Arbeitsmarkt. Das bringt zusätzliche Kapazität und neues Know-how, kostet aber mehr Zeit, Geld und Einarbeitung. Für die meisten KMU ist das der Normalfall, weil intern schlicht nicht genug Leute nachrücken können. Alle Wege mit Kosten und Eignung: Externe Personalbeschaffung.
Aktive Personalbeschaffung und Direktansprache
Passive Personalbeschaffung heißt: Du veröffentlichst eine Stelle und wartest. Damit erreichst du vor allem Menschen, die gerade aktiv suchen, und genau die werden von allen anderen Betrieben ebenfalls umworben. Aktive Personalbeschaffung dreht das um: Du bringst die Stelle zu Menschen, die zufrieden genug sind, um nicht zu suchen, aber offen für etwas Besseres. Gerade in umkämpften Regionen wie dem Großraum Wien, wo viele Betriebe um dieselben Fachkräfte werben, macht das oft den Unterschied.
Die bekannteste aktive Form ist die Direktansprache (Active Sourcing): Du suchst passende Profile, etwa in beruflichen Netzwerken, und schreibst sie persönlich an. Das ist präzise und stark bei seltenen Spezialisten und Führungskräften, aber Handarbeit und schwer zu skalieren. Wann sie sich lohnt, steht im Artikel Active Sourcing. Für laufenden Bedarf an Fach- und Hilfskräften ist Social Recruiting meist der effizientere aktive Weg: Die Stelle wird als Anzeige gezielt Menschen in der Region gezeigt, die nie eine Jobbörse öffnen würden.
Personalbeschaffungswege im Vergleich
Welche Personalbeschaffungsmaßnahmen passen, hängt von Stelle, Region und Dringlichkeit ab. Die wichtigsten Wege nach Reichweite, Tempo, typischen Kosten und dem Aufwand für dich:
| Weg | Reichweite | Tempo | Typische Kosten | Aufwand für dich |
|---|---|---|---|---|
| Interne Ausschreibung, Versetzung, Beförderung | Nur eigene Belegschaft | Schnell | Kaum direkte Kosten, ggf. Weiterbildung | Gering, aber Folgevakanz |
| Mitarbeiterempfehlung | Netzwerk deines Teams | Unberechenbar | Prämie nach eigenem Ermessen | Gering, aber nicht planbar |
| AMS bzw. Arbeitsagentur | Arbeitsuchend gemeldete Personen | Mittel | Kostenlos | Sichtung oft aufwendig |
| Stellenportal / Jobbörse | Vor allem aktiv Suchende | Mittel | Von unter 100 bis rund 2.000 € pro Anzeige, ohne Zusage auf Bewerbungen | Mittel |
| Social Recruiting | Auch Menschen, die nicht aktiv suchen, regional gezielt | Schnell | Werbebudget plus Umsetzung, mit Agentur als Fixpreis pro Kampagne | Selbst gemacht hoch, mit Agentur gering |
| Direktansprache (Active Sourcing) | Einzelne, gezielt ausgewählte Profile | Langsam bis mittel | Vor allem Arbeitszeit | Hoch |
| Personalvermittlung | Kandidatenpool des Vermittlers | Mittel | 20–30 % des Jahresbruttogehalts pro Einstellung | Gering |
| Headhunter / Executive Search | Gezielte Suche, meist Fach- und Führungskräfte mit höherem Gehalt | Mittel bis langsam | 25–35 % des Jahresgehalts, oft mit Vorab-Retainer | Gering |
| Zeitarbeit | Pool des Personaldienstleisters | Sehr schnell | Laufender Aufschlag auf den Lohn | Gering, aber keine eigene Bindung |
| Messen, Schulen, Hochschulen | Lehrlinge, Studierende, Absolventen | Langsam, eher Aufbau | Stand, Material, Arbeitszeit | Hoch |
Unsere Einschätzung aus der Praxis: Für die meisten KMU mit laufendem Bedarf an Fach- und Hilfskräften gehört Social Recruiting in den Kern, ergänzt um Empfehlungen und eigene Lehrlinge. Personalvermittler und Headhunter lohnen sich vor allem für einzelne, schwer zu findende Spezialisten oder Führungskräfte mit entsprechendem Gehalt. Zeitarbeit überbrückt Spitzen, baut aber keine Stammbelegschaft auf. Und das AMS kostet nichts, ersetzt aber selten einen eigenen Kanal.
Was kostet Personalbeschaffung?
Direkte Kosten stehen auf einer Rechnung: Inserate, Werbebudget, Honorare von Vermittlern oder Agenturen. Indirekte Kosten sind schwerer zu sehen, aber oft größer: Arbeitszeit für Sichtung und Gespräche, Überstunden im Team, abgesagte Aufträge, solange die Stelle offen ist, und im schlimmsten Fall eine Fehlbesetzung, nach der alles von vorn beginnt.
Die Kennzahl, die beides zusammenführt, sind die Kosten pro Einstellung. Ein Beispiel mit offenen Annahmen: Für eine Fachkraft mit 42.000 € Jahresbrutto kostet eine Personalvermittlung bei marktüblichen 20–30 % Honorar 8.400–12.600 €, und zwar für jede einzelne Einstellung. Wie du sie für deinen Betrieb sauber berechnest und Wege fair vergleichst, zeigt der Artikel Cost per Hire.
Typische Fehler bei der Personalbeschaffung in KMU
- Zu spät anfangen. Wer erst sucht, wenn die Stelle leer ist, entscheidet unter Zeitdruck und nimmt eher die zweitbeste Lösung.
- Das Anforderungsprofil als Wunschzettel. Zehn Muss-Kriterien für eine Stelle, die drei braucht, schrecken genau die ab, die du suchst.
- Nur dort suchen, wo alle suchen. Ein Inserat auf denselben Portalen wie die Konkurrenz erreicht dieselbe kleine Gruppe aktiv Suchender.
- Zu langsame Rückmeldung. Gute Kandidaten haben mehrere Optionen. Wer erst nach Tagen oder Wochen anruft, verliert sie an schnellere Betriebe.
- Die Vorauswahl hängt am Chef. Sichtet die Geschäftsführung Bewerbungen nebenbei, wird sie zum Engpass, und der Prozess steht still, sobald das Tagesgeschäft drückt.
- Kosten am Inserat messen. Ein günstiges Inserat ohne Einstellung ist teurer als eine Kampagne, die zwei Stellen besetzt. Zähl die Kosten pro Einstellung, nicht pro Anzeige.
Was KMU bei der Personalbeschaffung auslagern können
Nicht alles gehört nach außen. Die Entscheidung, wen du einstellst, und alles, was danach kommt, bleibt bei dir. Auslagern lässt sich vor allem der Teil, der Zeit frisst und Erfahrung mit Kanälen braucht:
| Aufgabe | Auslagern? | Warum |
|---|---|---|
| Bedarf und Anforderungsprofil | Gemeinsam | Du kennst die Stelle, ein Partner stellt die richtigen Fragen und schärft den Aufhänger |
| Anzeigen, Kanäle, Zielgruppen | Ja | Braucht Erfahrung mit den Plattformen und laufende Optimierung |
| Bewerbungsseite und Eingangsbestätigung | Ja | Einmal sauber gebaut, spart sie dir Rückfragen und verlorene Bewerber |
| Telefonische Vorqualifizierung | Ja | Der größte Zeitfresser, und hier entscheidet das Tempo |
| Vorstellungsgespräch und Entscheidung | Nein | Die Passung ins Team beurteilst nur du |
| Vertrag und Onboarding | Nein | Hier beginnt die Bindung an deinen Betrieb |
Wer die Personalbeschaffung komplett selbst durchführt, braucht vor allem Zeit und Routine. Auslagern lohnt sich nicht, wenn du alle paar Jahre eine Stelle besetzt und das über Empfehlungen zuverlässig klappt, oder wenn intern schon jemand für die Nachfolge bereitsteht. Sobald aber mehrere Stellen offen sind oder dieselbe Rolle immer wieder, wird die Eigenleistung teuer. Einen ehrlichen Vergleich beider Varianten liefert Recruiting inhouse vs. Agentur.
So übernimmt marketingwerk die externe Personalbeschaffung
Bei marketingwerk übernehmen wir den zeitintensiven Mittelteil der Personalbeschaffung, von der Ansprache bis zur Vorauswahl: eine Kampagne pro Stelle, 30 Tage, mit Anzeigen und Bewerbungsseite im Look deines Betriebs auf Facebook und Instagram. Unsere Recruiterin ruft jede Bewerbung innerhalb von 24–48 Stunden an. Du bekommst eine Shortlist und führst nur noch die Gespräche mit den Passenden.
Eine Kampagne kostet ab 997,50 € netto; der Preis hängt davon ab, wie viele Stellen du gemeinsam beauftragst. Dazu kommt das Werbebudget ohne Aufschlag direkt an Meta, eine Provision pro Einstellung gibt es nicht, und eine Erfolgsgarantie sichert dich ab. Was genau drin ist und wie sich das gegen Vermittler rechnet, zeigt der Ratgeber Was kostet Social Recruiting? Für einen Logistikbetrieb aus Wiener Neustadt kamen so in 12 Monaten über 50 Einstellungen zustande. Für Betriebe in Österreich gibt es die Seite Mitarbeiter finden in Österreich, alle Leistungen bei unserer Recruiting-Agentur.
Häufige Fragen
Was bedeutet Personalbeschaffung?
Personalbeschaffung umfasst alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen offene Stellen mit passenden Mitarbeitern besetzt, von der Ermittlung des Bedarfs über die Suche bis zu Vertrag und Einarbeitung. Ziel ist, die richtige Person mit der richtigen Qualifikation zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben, und das zu vertretbaren Kosten. Personalbeschaffung ist der Oberbegriff und schließt die Besetzung aus den eigenen Reihen ein.
Welche Arten von Personalbeschaffung gibt es?
Man unterscheidet die interne Personalbeschaffung, bei der eine Stelle mit vorhandenen Mitarbeitern besetzt wird, und die externe, bei der neue Leute vom Arbeitsmarkt kommen. Beide gibt es passiv, etwa über eine Ausschreibung oder ein Stelleninserat, und aktiv, etwa über gezielte Ansprache, Social Recruiting oder Personalberater. In der Praxis kombinieren die meisten Betriebe mehrere Arten.
Welche 7 Phasen gibt es in der Personalbeschaffung?
Die sieben Phasen sind: Personalbedarf ermitteln, Anforderungsprofil erstellen, Beschaffungswege wählen, Stellenausschreibung oder Direktansprache, Vorauswahl, Auswahl sowie Vertrag und Onboarding. Wer eine Phase überspringt, zahlt meist in einer späteren drauf, etwa mit unpassenden Bewerbungen oder einer Fehlbesetzung.
Wie läuft der Prozess der Personalbeschaffung ab?
Der Prozess beginnt mit der Frage, warum eine Stelle offen ist und bis wann sie besetzt sein muss, und endet erst, wenn die neue Person eingearbeitet ist. Dazwischen liegen Anforderungsprofil, Kanalwahl, Ausschreibung oder Ansprache, Vorauswahl und Auswahl. In kleinen und mittleren Betrieben entscheidet vor allem das Tempo in der Vorauswahl, weil gute Kandidaten mehrere Optionen haben.
Was ist Direktansprache in der Personalbeschaffung?
Direktansprache, auch Active Sourcing genannt, ist eine aktive Form der externen Personalbeschaffung: Das Unternehmen sucht passende Profile, etwa in beruflichen Netzwerken, und spricht diese Menschen persönlich an. Sie ist präzise und stark bei seltenen Spezialisten und Führungskräften, aber zeitintensiv und schwer zu skalieren. Für laufenden Bedarf an Fach- und Hilfskräften ist Social Recruiting meist effizienter.
Welche Personalbeschaffungswege eignen sich für KMU?
Für kleine und mittlere Betriebe mit laufendem Bedarf an Fach- und Hilfskräften ist Social Recruiting meist der effizienteste Kern, ergänzt um Mitarbeiterempfehlungen und eigene Lehrlinge. Personalvermittler und Headhunter lohnen sich vor allem für einzelne, schwer zu findende Spezialisten oder Führungskräfte. Zeitarbeit überbrückt Auftragsspitzen, und das AMS ist eine kostenlose Ergänzung.
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