Stellenanzeige Vorlage: Muster und Beispiele zum Kopieren
Eine Stellenanzeige-Vorlage ist ein Gerüst aus sieben festen Blöcken, in das du nur noch die Fakten deiner Stelle einsetzt: Jobtitel, Einleitung, Aufgaben, Profil, Angebot mit Gehalt, Call-to-Action und Pflichtangaben. Damit startest du nicht vor einem leeren Blatt, sondern weißt, was in welcher Reihenfolge auf die Seite gehört.
Hier bekommst du alles zum Kopieren: Struktur mit Platzhaltern, ein ausformuliertes Muster, drei Kurzbeispiele, die Gehaltsangabe für Österreich und eine Checkliste. Das Wie und Warum jeder Formulierung vertiefen wir im Leitfaden zum Stellenanzeige schreiben.
Kurz gesagt: Eine Stellenanzeige-Vorlage besteht aus sieben Blöcken: Jobtitel mit (m/w/d), kurze Einleitung mit den 5 Ws, Aufgaben, Anforderungen (Muss und Kann getrennt), Angebot inklusive Gehalt, Call-to-Action und Pflichtangaben. In Österreich gehört das kollektivvertragliche Mindestentgelt verpflichtend ins Inserat, dazu der Hinweis auf eine mögliche Überzahlung. Fülle die Platzhalter mit den Fakten deiner Stelle und nimm die ausformulierten Beispiele unten als Grundlage.
Die Vorlage: sieben Blöcke, die jede Stellenanzeige braucht
Die Reihenfolge ist kein Zufall. Sie folgt der Aufmerksamkeit des Lesers: Oben steht, was ihn interessiert (Job, Ort, was ihn erwartet), erst danach kommt, was du von ihm brauchst. Hier die Struktur mit Erklärung je Block:
| Block | Was hineingehört | Warum |
|---|---|---|
| 1. Jobtitel | Gängige Berufsbezeichnung + (m/w/d) + optional Standort/Umfang | Danach wird gesucht. Kreative Fantasietitel finden weder Google noch Bewerber. |
| 2. Einleitung (5 Ws) | Wer sucht, was, wo, ab wann, in welchem Umfang | Beantwortet die ersten Fragen in drei Sätzen, bevor der Leser abspringt. |
| 3. Deine Aufgaben | 4–6 konkrete Tätigkeiten, mit „Du" angesprochen | Zeigt den Arbeitsalltag statt abstrakter Floskeln. |
| 4. Dein Profil | Muss-Anforderungen und Kann-Anforderungen getrennt | Die klare Trennung hält gute Leute im Rennen, die nicht jeden Wunschpunkt erfüllen. |
| 5. Wir bieten | Gehalt plus konkrete, überprüfbare Benefits | Der entscheidende Block im Fachkräftemarkt: Hier gewinnst oder verlierst du. |
| 6. Call-to-Action | Wie, wohin, bis wann, Ansprechpartner | Ohne klaren nächsten Schritt bleibt Interesse ohne Bewerbung. |
| 7. Pflichtangaben | (m/w/d), diskriminierungsfreie Sprache, in Österreich das Mindestentgelt laut Kollektivvertrag | Rechtssicherheit nach AGG (Deutschland) bzw. GlBG (Österreich). |
Die Blaupause zum Ausfüllen
Kopiere das folgende Gerüst und ersetze die eckigen Klammern. Das ist dein wiederverwendbares Muster. Es funktioniert für Word, PDF oder direkt im Bewerbungsportal:
- Jobtitel: [Berufsbezeichnung] (m/w/d), [Voll-/Teilzeit] in [Ort]
- Einleitung: [Firmenname] ist [1 Satz: wer wir sind + was uns besonders macht]. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir ab [Datum] eine:n [Berufsbezeichnung] in [Ort].
- Deine Aufgaben: [Tätigkeit 1] · [Tätigkeit 2] · [Tätigkeit 3] · [Tätigkeit 4]
- Dein Profil (Muss): [Ausbildung/Qualifikation] · [Kern-Erfahrung] · [Sprache/Führerschein, falls nötig]
- Dein Profil (Kann): [Nice-to-have 1] · [Nice-to-have 2]
- Wir bieten: [Arbeitszeitmodell] · [2–3 echte Benefits] · [Entwicklung/Team]
- Gehalt: Das Mindestgehalt laut [Kollektivvertrag] beträgt [Betrag] € brutto pro Monat auf Vollzeitbasis. [Hinweis auf Überzahlung bzw. Gehaltsspanne]
- So bewirbst du dich: [Kanal/Link], [Ansprechpartner:in + Kontakt], Rückmeldung innerhalb von [z. B. 48 Stunden].
Das ausformulierte Musterbeispiel
Damit du siehst, wie das Gerüst mit Leben gefüllt aussieht, hier ein vollständig ausformuliertes Beispiel. Es ist generisch gehalten, damit du es auf deine Branche übertragen kannst. Beispielrolle: eine Elektriker-Stelle in einem mittelständischen Handwerksbetrieb.
| Block | Ausformuliert |
|---|---|
| Jobtitel | Elektriker / Elektroniker (m/w/d), Vollzeit, Region Musterstadt |
| Einleitung | Wir sind ein familiengeführter Elektrofachbetrieb mit 25 Kolleg:innen und festem Kundenstamm in der Region. Kurze Wege, ehrliches Handwerk, keine Konzern-Bürokratie. Zur Verstärkung unseres Montageteams suchen wir ab sofort eine:n Elektriker:in in Vollzeit. |
| Deine Aufgaben | Du installierst und wartest Elektroanlagen in Wohn- und Gewerbebauten. Du liest Schaltpläne und setzt sie sauber um. Du arbeitest im festen 3er-Team, überwiegend im Umkreis von 30 km, abends bist du zu Hause. Du übernimmst nach Einarbeitung eigene kleinere Baustellen. |
| Dein Profil (Muss) | Abgeschlossene Ausbildung als Elektriker:in, Elektroniker:in oder vergleichbar. Führerschein Klasse B. Zuverlässigkeit und Freude an sauberer Arbeit. |
| Dein Profil (Kann) | Erfahrung in der Gebäudetechnik von Vorteil, aber kein Muss. Berufseinsteiger:innen bilden wir gerne ein. |
| Wir bieten | Gehalt ab [Betrag] € brutto pro [Monat/Stunde] laut Kollektivvertrag, Überzahlung je nach Erfahrung, plus Zuschläge. Hochwertiges Werkzeug und ein eigenes Servicefahrzeug. Feste Frei-Wochenenden, planbare Arbeitszeiten, ein Team, das zusammenhält. Weiterbildungen zahlen wir. |
| So bewirbst du dich | In 2 Minuten und ohne Anschreiben: [Link zum Kurz-Formular]. Fragen? Ruf einfach Max Muster an: [Telefon]. Wir melden uns innerhalb von 48 Stunden zurück. |
Beachte den Ton: durchgängig „Du", jeder Punkt konkret und überprüfbar, keine Floskeln wie „dynamisches Umfeld" oder „Hands-on-Mentalität". Der Angebots-Block ist bewusst ausführlich, denn im Fachkräftemangel entscheidet nicht, wen du suchst, sondern was du bietest. Wie du im Handwerk zusätzlich an Leute kommst, die gar keine Inserate lesen, zeigt der Beitrag Mitarbeiter finden im Handwerk.
Drei weitere Beispiele guter Stellenanzeigen
Jede Branche hat eigene Hebel. Hier drei kompakte Mustertexte für typische KMU-Rollen, nutzbar als externe Stellenausschreibung auf Jobbörse und Karriereseite genauso wie für ein internes Stellenangebot. Die Arbeitgeber sind fiktive Muster, die Gehaltsbeträge Platzhalter für den aktuellen Wert aus deinem Kollektivvertrag.
Beispiel Pflege: DGKP im Pflegeheim
- Titel: Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson (DGKP, m/w/d), Teil- oder Vollzeit, [Ort]
- Einstieg: Bei uns hast du Zeit für die Menschen, nicht nur für die Doku. Unser Pflegeheim in [Ort] sucht ab sofort Verstärkung für das Pflegeteam.
- Deine Aufgaben: Du planst den Pflegeprozess in deinem Wohnbereich · Du dokumentierst digital am Tablet · Du leitest Pflegeassistenz und Auszubildende an · Du bist Ansprechperson für Angehörige und Ärzt:innen.
- Muss: Diplom oder Bachelor in der Gesundheits- und Krankenpflege · Eintragung im Gesundheitsberuferegister · Deutsch auf B2-Niveau
- Wir bieten: Dienstplan vier Wochen im Voraus fix · Einspringen nur freiwillig und mit Prämie · bezahlte Fortbildungen
- Gehalt: Das Mindestgehalt laut Kollektivvertrag beträgt [Betrag] € brutto pro Monat auf Vollzeitbasis. Überzahlung je nach Erfahrung möglich, plus Zulagen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste.
- Bewerbung: In 2 Minuten am Handy, ohne Anschreiben: [Link]. Fragen? Pflegedienstleitung [Name], [Telefon].
Dienstplan und Einspringen stehen bewusst oben: In der Pflege zählen sie oft mehr als ein paar Euro. Mehr dazu im Beitrag zur Mitarbeitergewinnung in der Pflege.
Beispiel Büro: Bürokraft in Teilzeit
- Titel: Bürokraft / Sachbearbeiter (m/w/d) Auftragsabwicklung, Teilzeit 25–30 Stunden, [Ort]
- Einstieg: Vormittags arbeiten, nachmittags Zeit für dich: Unser Großhandel sucht Verstärkung im Innendienst.
- Deine Aufgaben: Du erfasst Aufträge im Warenwirtschaftssystem · Du schreibst Angebote und Rechnungen · Du beantwortest Kundenanfragen · Du stimmst Liefertermine mit Lager und Spedition ab.
- Muss: Kaufmännische Ausbildung (z. B. Lehre, HAS oder HAK) · sicher in Word, Excel und Outlook · gutes Deutsch in Wort und Schrift
- Wir bieten: Arbeitszeit am Vormittag oder Gleitzeit · ein Homeoffice-Tag pro Woche · feste Ansprechperson in der Einarbeitung
- Gehalt: Das Mindestgehalt laut Kollektivvertrag beträgt [Betrag] € brutto pro Monat auf Vollzeitbasis, bei 30 Wochenstunden anteilig. Wir bieten [Betrag] € brutto für 30 Stunden.
- Bewerbung: Lebenslauf hochladen oder nachreichen: [Link]. Rückmeldung innerhalb von zwei Werktagen.
Beispiel Logistik: Lkw-Fahrer im Nahverkehr
- Titel: Lkw-Fahrer / Berufskraftfahrer C/CE (m/w/d), Nahverkehr, Vollzeit, [Ort]
- Einstieg: Jeden Abend daheim statt die Woche auf dem Rastplatz: Unsere regionale Spedition sucht Verstärkung für Tagestouren rund um [Region].
- Deine Aufgaben: Du belieferst Stammkunden auf festen Touren · Du be- und entlädst mit Hubwagen oder Ladebordwand · Du erledigst Lieferscheine digital am Handy
- Muss: Führerschein C oder CE · gültiger Code 95 und Fahrerkarte · Zuverlässigkeit
- Wir bieten: Feste Touren und ein fixes Fahrzeug · Wochenenden frei · Code-95-Weiterbildung auf unsere Kosten
- Gehalt: Der Mindestlohn laut Kollektivvertrag beträgt [Betrag] € brutto pro Stunde. Je nach Erfahrung zahlen wir darüber, dazu kommen Diäten bzw. Spesen.
- Bewerbung: Drei kurze Fragen, fertig: [Link]. Oder ruf Disponent [Name] an: [Telefon].
Die 5 Ws: der Kern jeder Einleitung
Eine gute Stellenanzeige beantwortet in den ersten Sätzen fünf Fragen. Wenn eine davon fehlt, entstehen Rückfragen, oder der Kandidat bewirbt sich gar nicht erst:
- Wer sucht? Firmenname und ein Satz, was euch ausmacht.
- Was wird gesucht? Die Berufsbezeichnung, klar und suchbar.
- Wo ist die Stelle? Ort oder Region, plus Remote-Anteil falls relevant.
- Wann geht es los? „Ab sofort" oder konkretes Datum.
- Wie viel? Umfang (Voll-/Teilzeit) und eine Gehaltsangabe.
Die Gehaltsangabe ist der am häufigsten ausgelassene Punkt. In Österreich ist sie Pflicht, sinnvoll ist sie überall. Was genau drinstehen muss, klärt der nächste Abschnitt.
Gehalt im Stelleninserat: Pflicht in Österreich
In Österreich muss jedes Stelleninserat das Mindestentgelt nennen, das für die Stelle laut Kollektivvertrag, Gesetz oder einer anderen kollektiven Regelung gilt, und auf die Bereitschaft zur Überzahlung hinweisen, wenn es sie gibt. Grundlage ist § 9 Abs. 2 Gleichbehandlungsgesetz (GlBG). Die Pflicht trifft Arbeitgeber wie private Arbeitsvermittler und gilt für öffentliche und interne Ausschreibungen, egal in welchem Medium.
Fehlt die Angabe, folgt beim ersten Verstoß eine Ermahnung durch die Bezirksverwaltungsbehörde, im Wiederholungsfall eine Geldstrafe. Den Antrag stellen können Stellenbewerber:innen und die Gleichbehandlungsanwaltschaft.
So formulierst du Mindestgehalt und Überzahlung
Anzugeben ist das Mindestentgelt brutto auf Vollzeitbasis, pro Monat oder pro Stunde, je nachdem, wie dein Kollektivvertrag rechnet. Diese Formulierungen kannst du übernehmen:
- Mit Überzahlung: „Das Mindestgehalt laut Kollektivvertrag beträgt [Betrag] € brutto pro Monat auf Vollzeitbasis. Je nach Qualifikation und Erfahrung ist eine Überzahlung möglich, wir bieten [Betrag] bis [Betrag] € brutto pro Monat."
- Ohne Überzahlung: „Für diese Position gilt ein kollektivvertragliches Mindestgehalt von [Betrag] € brutto pro Monat auf Vollzeitbasis."
- Teilzeit: „Das Mindestgehalt laut Kollektivvertrag beträgt [Betrag] € brutto pro Monat auf Vollzeitbasis, bei [Stunden] Wochenstunden anteilig [Betrag] €. Überzahlung je nach Erfahrung möglich."
- Stundenlohn: „Der kollektivvertragliche Mindestlohn beträgt [Betrag] € brutto pro Stunde. Je nach Erfahrung zahlen wir über Kollektivvertrag."
Unsere Empfehlung: Wenn du überzahlst, nenn die Zahl. „Überzahlung möglich" liest kaum noch jemand, eine konkrete Spanne ist dagegen das stärkste Argument im Angebots-Block. Gilt für die Stelle kein Kollektivvertrag, nenn das Gehalt, das du tatsächlich zahlen willst.
Und in Deutschland?
Eine Pflicht wie in Österreich, das Gehalt im Inserat selbst zu nennen, gibt es in Deutschland nicht. Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie verlangt aber, dass Bewerberinnen und Bewerber das Einstiegsgehalt oder die Gehaltsspanne spätestens vor dem Vorstellungsgespräch erfahren. Mit ihrer Umsetzung in deutsches Recht wird das auch für private Arbeitgeber verbindlich. Eine Spanne direkt in der Anzeige lohnt sich ohnehin: Sie beantwortet die wichtigste Frage, bevor jemand Zeit investiert, und filtert unrealistische Erwartungen früh heraus.
Word, PDF oder Design-Tool: welches Format?
Rund um „Stellenanzeige Vorlage" wird viel nach Word- und PDF-Downloads oder Design-Vorlagen (Canva, Adobe Express) gesucht. Kurz eingeordnet, wann was Sinn ergibt:
- Word / PDF: Gut für den Textentwurf und für die Weitergabe intern. Ein PDF ist aber ein totes Dokument, niemand bewirbt sich in einem PDF.
- Design-Tool (Canva & Co.): Sinnvoll für das Bild-Motiv einer Social-Media-Anzeige. Die Grafik ersetzt aber nicht den Text, sie transportiert nur den Aufhänger.
- Jobbörse / Karriereseite / Funnel: Das ist der Ort, an dem die Bewerbung tatsächlich passiert. Hier zählt, dass der Weg von „gesehen" zu „beworben" so kurz wie möglich ist.
Der Denkfehler vieler Vorlagen: Sie optimieren das Dokument, nicht den Bewerbungsweg. Eine perfekt formatierte Anzeige nützt wenig, wenn dahinter ein zehnminütiges Formular mit Anschreiben-Zwang wartet. Genau an dieser Bruchstelle setzt modernes Social Recruiting an.
Wie lang sollte eine Stellenanzeige sein?
So lang, dass alle sieben Blöcke drin sind, und so kurz, dass man sie am Handy in ein bis zwei Minuten liest. Als Faustregel sind das rund 250 bis 450 Wörter. Für eine Social-Media-Anzeige reicht weniger: ein Aufhänger, zwei, drei harte Fakten und der Link zur Bewerbung. Zu lang wird eine Anzeige fast immer durch Floskeln und Wunschlisten.
Die häufigsten Fehler in der Vorlage
- Fantasietitel statt Berufsbezeichnung. „Sales Ninja" findet niemand. Nutze den Begriff, nach dem gesucht wird.
- Anforderungs-Wüste. 15 Muss-Kriterien schrecken gute Leute ab. Trenne Muss und Kann, halte die Muss-Liste kurz.
- Ich-Perspektive. „Wir erwarten…" ist schwächer als „Du bringst mit…". Sprich den Kandidaten an, nicht über ihn.
- Leerer Angebots-Block. „Attraktive Vergütung" sagt nichts. Werde konkret oder lass es weg.
- Kein Gehalt im Inserat. In Österreich ein Rechtsverstoß, in Deutschland ein verschenktes Argument.
- Kein klarer nächster Schritt. Ohne Bewerbungsweg und Ansprechpartner verpufft das Interesse.
Checkliste: Aufbau prüfen, bevor die Anzeige online geht
- Jobtitel: Gängige Berufsbezeichnung mit (m/w/d), Umfang und Ort?
- Einleitung: Alle 5 Ws in den ersten drei Sätzen beantwortet?
- Aufgaben: 4–6 konkrete Tätigkeiten statt Floskeln?
- Profil: Höchstens 3–5 Muss-Kriterien, Kann klar getrennt?
- Angebot: Mindestens drei überprüfbare Benefits?
- Gehalt: In Österreich Mindestentgelt laut Kollektivvertrag plus Hinweis auf Überzahlung, in Deutschland idealerweise eine Spanne?
- Call-to-Action: Bewerbungsweg, Ansprechperson und Rückmeldefrist genannt?
- Pflichtangaben: Keine Vorgaben zu Alter, Geschlecht oder Herkunft, kein Foto verlangt?
- Mobil: Kurze Absätze und Listen, Bewerbung am Handy in unter zwei Minuten?
Warum die beste Vorlage ohne Reichweite nichts bringt
Ehrlich bleiben: Eine gute Anzeige ist notwendig, beschafft dir aber keine Bewerber. Sie wartet, bis jemand sie findet. Die meisten guten Fachkräfte haben einen Job, schauen nicht auf Jobbörsen und sehen dein Inserat nie. Wann welcher Weg passt, zeigt der Vergleich Social Recruiting vs. Stellenanzeige.
So machen wir das bei marketingwerk
Bei uns wird deine Vorlage zum Rohstoff einer Kampagne: Anzeigen im Corporate Design deines Unternehmens, auf Facebook und Instagram gezielt an passende Leute in deiner Region ausgespielt, auch an die, die gar nicht suchen. Unsere Recruiterin qualifiziert jede Bewerbung innerhalb von 24–48 Stunden telefonisch vor, bei dir landet eine Shortlist. Eine Kampagne kostet ab 997,50 € netto, je nachdem, wie viele Stellen du gemeinsam beauftragst, plus Werbebudget direkt an Meta, mit Erfolgsgarantie. Details stehen im Ratgeber Was kostet Social Recruiting? Den Ablauf zeigt die Seite zur Social Recruiting Agentur.
Häufige Fragen
Wie ist eine Stellenanzeige aufgebaut?
Eine Stellenanzeige besteht aus sieben Blöcken: Jobtitel mit (m/w/d), einer kurzen Einleitung mit den 5 Ws, den konkreten Aufgaben, dem Anforderungsprofil getrennt in Muss und Kann, dem Angebot inklusive Gehalt, einem klaren Call-to-Action mit Bewerbungsweg und Ansprechperson sowie den Pflichtangaben. Die Reihenfolge folgt der Aufmerksamkeit des Lesers: erst was ihn interessiert, dann was du von ihm brauchst.
Wie formuliere ich eine gute Stellenanzeige?
Sprich die Person, die du suchst, direkt an, nutze eine gängige und suchbare Berufsbezeichnung statt eines Fantasietitels und trenne Muss- von Kann-Anforderungen. Der Angebots-Block sollte konkret und überprüfbar sein, mit Gehaltsangabe statt Floskeln wie „attraktive Vergütung“. Jeder Punkt sollte den echten Arbeitsalltag zeigen, nicht abstrakte Anforderungen aufzählen.
Muss das Gehalt in einem Stelleninserat in Österreich angegeben werden?
Ja. Nach § 9 Abs. 2 Gleichbehandlungsgesetz muss jedes Stelleninserat in Österreich das kollektivvertragliche oder gesetzliche Mindestentgelt nennen und auf die Bereitschaft zur Überzahlung hinweisen, wenn es sie gibt. Beim ersten Verstoß droht eine Ermahnung durch die Bezirksverwaltungsbehörde, im Wiederholungsfall eine Geldstrafe. In Deutschland gibt es keine vergleichbare Pflicht für das Inserat selbst, eine Gehaltsspanne macht die Anzeige aber deutlich attraktiver.
Wie formuliere ich die Überzahlung im Stelleninserat?
Bewährt hat sich die Formulierung: „Das Mindestgehalt laut Kollektivvertrag beträgt … € brutto pro Monat auf Vollzeitbasis. Je nach Qualifikation und Erfahrung ist eine Überzahlung möglich.“ Noch stärker wird der Satz, wenn du die tatsächliche Spanne ergänzt, etwa „wir bieten … bis … € brutto pro Monat“. Bei Teilzeit nennst du das Vollzeit-Mindestgehalt und ergänzt den anteiligen Betrag für die vereinbarten Wochenstunden.
Wie lang sollte eine Stellenanzeige sein?
So lang, dass alle sieben Blöcke vollständig drin sind, und so kurz, dass man sie am Handy in ein bis zwei Minuten liest. Als Faustregel sind das rund 250 bis 450 Wörter für die vollständige Anzeige. Für eine Social-Media-Anzeige reichen ein Aufhänger, zwei bis drei harte Fakten und der Link zur Bewerbung.
Reicht eine gute Stellenanzeige, um Bewerber zu bekommen?
Nein. Eine gute Anzeige ist notwendig, wartet aber passiv darauf, gefunden zu werden, und erreicht deshalb vor allem Menschen, die gerade aktiv suchen. Viele passende Fachkräfte haben einen Job und sehen Inserate auf Jobbörsen nie. Erst mit bezahlter Reichweite auf Social Media und einer kurzen Bewerbungsseite wird aus dem Text ein Kanal, der laufend Bewerbungen liefert.
Von der Vorlage zum Kanal
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